Unter http://www.gmx.net/magazine/sport/mehr-sport/sport-marathon-laengsten-spiele-geschichte-30432326 befindet sich als Nr. 7 von 10 eine Schachpartie: Nicolic-Arsovic, Belgrad 1989, 269 Züge.
Autor: root
Sieg gegen HSK Lister Turm?
Wir traten beim Lister Turm mit nur sieben Spielern an. Als ich gegen 10 Uhr das Gebäude betrat kam mir Michael entgegen, der mir mitteilte, dass Lister Turm sogar mit nur fünf Spielern angetreten sei, so dass wir bereits 2:0 führten. Brett 8 wurde von beiden Mannschaften nicht besetzt und daher mit 0:0 gewertet.
Hans-Joachim Cablitz machte schnell remis. Andreas Herrmann verdarb seinem Gegner zunächst die Rochade. Nach dem Damentausch war der gegnerische König auf f1 aber nicht mehr von Nachteil. Andreas verlor sogar einen Bauern, konnte das folgende Turmendspiel mit Minusbauern allerdings souverän remis halten.
Günter Garthof verlor ebenfalls einen Bauern. Sein Gegner konnte in dem folgenden Damenendspiel aufgrund der aktiven Stellung von Günters Dame jedoch dem Dauerschach nicht entkommen.
Serdar gewann durch gutes, aggressives Spiel eine Qualität. Den folgenden Gegenangriff seines Gegners sah er jedoch zu spät. Nach Rückgabe der Qualität endete die Partie remis.
Am Spitzenbrett überraschte mich Frank durch seinen passiven Springer auf c1. Bei dem jetzt folgenden Befreiungsversuch übersah Frank, dass sein Gegner einen Bauern gewinnen konnte. Frank vermied daher diese Variante, hatte aber keine vernünftigen Alternativen mehr, so dass die Partie verloren ging.
Somit endete der Mannschaftskampf wegen des 0:0 am achten Brett mit 4:3. Wie sich herausstellte gibts für ein 4:3 sogar zwei Mannschaftspunkte, da wir mehr Punkte als der Gegner haben. Während der Partien wurde gemunkelt 4 Brettpunkte seien immer 1 Mannschaftspunkt, egal wie viele Punkte der Gegner hat.
Eigentlich finde ich die Regelung mit den zwei Mannschaftspunkten auch besser. Nicht nur weil wir so gewonnen haben, sondern auch deshalb weil wir ansonsten Brett 5 statt Brett 8 hätten freilassen können. Das hätte eine 3:1 Führung für uns bedeutet und es wäre nur an vier Brettern gespielt worden. Dafür wären wir aber dem 4,5ten Punkt näher gewesen. Ich finde aber, dass eine solche Lösung nicht belohnt werden soll, weil dann noch mehr Spieler kampflos gewinnen.
Ende schlecht, alles geht so.
Am letzten Spieltag hatten wir es mit dem späteren Aufsteiger Hannover 96 II zu tun. Durch den Ausfall von Serdar und Frederik konnten wir nur zu siebt antreten, so dass es gleich 1-0 für 96 stand. Michael Gründer, Hans-Joachim Cablitz und Martin Herberg spielten Remis, ich habe von diesen Partien nicht viel gesehen, weil ich mich um meine eigene gekümmert habe. Ich hatte gegen Hilburt mit Weiß leichten Vorteil, forcierte dann aber mit einem Bauernzug die Entscheidung, wodurch er seine Stärken ausspielen konnte. Stattdessen hätte ich weiter meine Stellung verstärken sollen und gucken was er sich in seiner defensiven Position so ausdenkt.
Frank Titzhoff hatte mit Schwarz einen Bauern geopfert und schaffte es trotz gewissem Gegenspiel nicht mehr zum Remis. Als sichere Bank erwies sich wieder Andreas Herrmann. Im Turmendspiel opferte er einen seiner 2 Türme um den gegnerischen Freibauern zu stoppen. Seine eigenen zwei Freibauern wurden dadurch zum Matchwinner.
Günter Garthofs Gegner hatte Wolgagambit-mäßig einen Bauern geopfert. Günters weiteres Spiel konnte aber nicht überzeugen, womit auch dieser Punkt an 96 ging und sich somit ein 2,5 : 5,5 aus unserer Sicht ergab.
Dem Abstieg sind wir mit Tabellenplatz 5 am Ende sicher entronnen. Bis auf Andreas Herrmann und Jörg Witthaus haben aber alle Spieler DWZ verloren und blieben unter den Erwartungen bzw. haben diese fast erfüllt. Es zeigte sich dass wir besonders dann Probleme haben, wenn von der Stammbesetzung jemand ausfällt. In zwei Fällen haben wir sogar keinen Ersatz bekommen. Das macht dann je 5 € in die Kaffeekasse des NSV.
Dähnepokal 2014/15
In diesem Jahr habe ich an einigen Turnieren des Dähnepokals teilgenommen. Zweck der Maßnahme war es in erster Linie nicht Preise zu gewinnen, sondern die Möglichkeit an Spielpraxis zu gewinnen. Ich denke ich werde in nächster Zeit so weitermachen. Am 25.9. startet z.B. der nächste Regionsdähnepokal in Gehrden beim SV Calenberg. (http://svg-calenberg.de/?p=2590)
Die Turniere des Dähnepokals sind eigentlich ein KO-Turniere. Teilweise können ausgeschiedene Spieler aber auch im Schweizer System ohne Titelchance weiterspielen. Bedenkzeit ist 2h/40 Züge + 30 min/Rest. Also Turnierpartien.
Gespielt wird manchmal das ganze Turnier an einem Wochenende, einige Turniere sind auch an Wochentagen und dauern dann einige Wochen.
Am Jahresanfang 2015 spielte ich das erste Turnier bei Kargah in Hannover. Im Finale verlor ich gegen Günter-Fritz Obert, der alle sechs Regionsturniere organisiert und die meisten auch gewonnen hat. Da Obert aber im Bezirksfinale keine Zeit hatte bekam ich plötzlich die Möglichkeit am Bezirksdähnepokal in Lehrte teilzunehmen.
Die Odyssee begann weil ich mich entschied Bahn zu fahren (man kann ja im Zug lesen, was im Auto nicht erlaubt ist). Wegen einer Baustelle in Empelde verpasste ich meinen Anschlusszug in Hannover, der keine einzige Minute auf mich warten wollte. Der nachfolgende Zug kam eine halbe Stunde später und hatte bis Lehrte weitere 8 Minuten Verspätung. Da die GVH angeblich bei Verspätungen über 30 Minuten Entschädigung zahlt liegt ihr jetzt mein Antrag vor. Mal sehen was draus wird.
Somit war ich 15 Minuten zu spät (Meldeschluss abgelaufen) in Lehrte. Man wartete aber auf mich. Die restlichen Fahrten machte ich mit dem Auto.
In der ersten Runde am Samstag gewann ich, dasselbe am Sonntag im Halbfinale. Das Finale verlor ich gegen Roland Kleinschroth der mal wieder Königsgambit spielte. Überraschenderweiße gabs auch noch Preisgeld, weil der Bezirk wohl was über hatte. Normalerweise gibts kein Preisgeld im Dähnepokal. Aus diesem Grund ist der Dähnepokal für starke Spieler auch ziemlich uninteressant. No money, no FM, IM and GM. Dafür ist auch kein Startgeld zu bezahlen.
Da der Bezirk 1 zwei Spieler in den Niedersachsendähnepokal entsenden darf, war ich als Finalteilnehmer auch dafür qualifiziert. Der weitere Weg ist dann im April 2016 das Deutschlandfinale (diesmal in Halle/Saale). Der Sieger bekommt dann einen Freiplatz bei den Deutschen Meisterschaften, bei denen dann auch die FM, IM und GM zu erwarten sind.
In der ersten Runde des Niedersachsendähnepokal (wieder in Lehrte) gewann ich gegen Stefan Lehmkuhl (Vertreter des Bezirks IV) um dann im Halbfinale wieder gegen Roland Kleinschroth zu verlieren. Hätte ich gewonnen wäre ich in Halle beim Deutschen Entscheid dabei gewesen weil Niedersachen hier zwei Plätze erhält. Die Partie gegen Kleinschroth folgt im angebenen Link.
Sieg gegen Königsspringer Braunschweig
Mit nur sieben Spielern traten wir in Braunschweig an. Dieter Meyer war am Spieltag kurzfristig erkrankt. Für das unbesetzte Brett 2 sind übrigens 20 Euro laut Turnierordnung vom Verein an den NSV zu zahlen.
Braunschweig ist laut dem LigaOrakel die zweitschlechteste Mannschaft der Liga. Der Kampf entwickelte sich entsprechend. Arthur Kölle und ich spielten Remis. Bernd Fritze gewann im Angriff. Damit waren alle Partien mit den schwarzen Steinen aus unserer Sicht beendet. Mit 2:2 hatten wir ein ordentliches Ergebnis erzielt und das sogar mit einer kampflosen Niederlage. Die Weißspieler mussten nun den Sieg holen.
Uwe Gabriel sicherte sich den Sieg mit einem brillianten Zug in schwieriger Stellung. Die Partie folgt im Kommentar. Martin Ploog gewann im Turmendspiel mit Mehrbauern. Auf der Hinfahrt hatte er mir noch die Wichtigkeit von Endspielen erklärt.
Günter Garthof spielte trotz Mehrbauern remis, mehr war aber im Endspiel wohl auch nicht zu holen. Dennie Ackermann gewann schließlich am Spitzenbrett.
Es war ein überzeugender Sieg ohne große Schwächen. In den Kämpfen gegen die stärkeren Mannschaften der Landesliga werden die Anforderungen aber höher sein. Acht anwesende Spieler sollten hier Pflicht sein.
5,5 : 2,5 im vorgezogenen Punktspiel gegen Berenbostel
In der Verbandsliga durften wir eine Woche vorher als am offiziellen dritten Spieltag in Berenbostel gegen die dortige Zweite spielen. Sinn der Verlegung war das unser Schiedrichter Jörg Witthaus auch mal spielen kann.
Joachim Cablitz spielte als Erster Remis. Michael Gründer tat dasselbe. Insgesamt zeigte sich aber schon nach zwei Stunden, dass wir an den meisten Brettern Vorteile hatten.
Günter Garthof begann mit Schwarz wieder zurückhaltend passiv. Nach einem Figurenopfer wars um seinen Gegner aber geschehen, weshalb dieser aufgab.
Jörg gewann einen Bauern und noch einen und noch einen. Seinen schachlichen Spaziergang findet ihr im Kommentar.
Andreas gewann ebenfalls einen Bauern. Das reichte am Ende zum Sieg. Mein Gegner begann währenddessen schachlichen Selbstmord.
Am siebten Brett verlor Louis Schlusche. Bernd Schmuckall spielte Remis.
Geschlossene Gesellschaft
Irgendwann musste es passieren: Wir spielen im Freizeitheim Linden und keiner macht uns auf.
Heute war es soweit. Die zweite und dritte Mannschaft steht um 10 Uhr vor der verschlossenen Tür des Freizeitheims Linden. Bis kurz nach 11 ändert sich daran auch nichts als ein Mitarbeiter der Stadt unter Erwähnung des Wortes „verschlafen“ die Räumlichkeiten öffnet.
Bekanntlich ist nach allen Turnierordnungen ein Mannschaftskampf verloren, wenn er nicht um 11 beginnt.
Bis dahin hatten ich und einige andere Schachfreunde Telefonate mit Stadt und Feuerwehr und anderen Freizeitheimen geführt. Aber entweder war niemand da oder man konnte uns nicht helfen.
Klassenerhalt geschafft
Im letzten Spiel der Verbandsliga musste ein Sieg in Isernhagen her um noch den Klassenerhalt zu schaffen. Bei Isernhagen fehlte SF Essmann, bei uns fehlte ersatzlos Philipp Eggers, so dass es schon 0-1 aus unserer Sicht stand.
An den anderen Brettern entwickelte es sich aber positiv. Andreas Herrmann überspielte seinen Gegner, der die Mattdrohung auf der Grundreihe nur mit Materialverlust abwehren konnte: 1-1.
Jörg Witthaus spielte Remis. Joachim Cablitz konnte dagegen mit einem Bauernvorstoß am Damenflügel seinen Gegner überspielen.
Michael Gründer verlor in Zeitnot und schwieriger Stellung: 2,5 : 2,5.
Bei Günter Garthof und Olaf Bergmeier reichte es nur zu Remis, so dass meine Partie den Tag entscheiden musste. Nach einigem hin und her zwischen Sieg und Remis reichte es am Ende: 4,5 : 3,5.
Am Ende bedeutet das Platz 6 mit 8:10 Punkten und den Klassenerhalt bei einem kampflosen 0:8 wegen des verschlossenen FZH Linden. Die Stadt Hannover hat den entstandenen Schaden von 150 € wegen der Strafgelder inzwischen durch eine Ermäßigung bei der Raummiete ausgeglichen.
Die Schachfreunde beim Schnellschach
Heute fand das Joachim-Hagemann Gedenkturnier im Kargah, Hannover statt. Auch bekannt als Bezirkschnellschachmannschaftsmeisterschaft. Wir hatten mit den Neu-Schachfreunden Friedmar Schirm und Thomas Edel, den bewährten Mitgliedern Bernd Fritze und Torsten Gans und dem Edeljoker Jörg Witthaus eine schlagkräftige Truppe aufgestellt. Insgesamt waren 11 Vierermannschaften vertreten. Ricklingen war mit IM Dennis Abel und Torben Schulze dabei, Rinteln mit IM Sebastian Plischki, Hannover 96 mit IM Alexander Bangiev und Lister Turm mit Lukas Hoffmann. Wir starteten gut und leisteten uns nur gegen Ricklingen und Hannover 96 zwei Unentschieden. Erst in der letzten Runde fielen wir mit einem 1-3 gegen Rinteln auf den dritten Platz zurück. Friedmar und Bernd konnten gegen starke Konkurrenz je 4 Punkte aus 7 Partien holen. Thomas Edel erreichte 3 aus 6. Jörg Witthaus gewann seine einzige Partie und ich holte 5,5 aus 7 am vierten und letzten Brett.
Es gewann nach sieben Runden Ricklingen vor Rinteln und uns. Insgesamt ein kurzweiliges Turnier, dass trotz der Urlaubszeit gut besetzt war.
Die Schachfreunde beim Blitzen
Heute folgt Teil 2 der Reihe: Was machen Schachspieler eigentlich in der Urlaubszeit? Am 10.7. war Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft mit zehn 4er-Mannschaften im Modus Jeder gegen Jeden. Also für jeden Spieler insgesamt 18 Partien, was doch ziemlich viel war. Wir starteten mit zwei Mannschaften. Die Erste mit Bernd Fritze, Dennie Ackermann, Andreas Herrmann und Torsten Gans. Wegen gleich drei 3,5 : 4,5 Niederlagen war ein vorderer Platz ziemlich schnell unrealistisch geworden. Dazu eine nahezu unvermeidliche Niederlage gegen HSK Lister Turm mit IM Ilja Schneider an Brett Eins (Ilja wird 2016/17 in der 2. Bundesliga für Lister Turm spielen). Unsere Spieler landeten alle im Bereich um 50% (die genaue Punktzahlen habe ich leider nicht). Ich schätze es wird so Platz 6- 7 von 10 geworden sein.
Die zweite startete mit leider nur drei Spielern: Jörg Witthaus, Willi Kwiotek und Olaf Bergmeier. So war natürlich nicht viel drin. Es wurde am Ende Platz 9.
Gewonnen hat Lister Turm vor Ricklingen. Keine großen Überraschungen also.
Zu erwähnen ist noch, dass bei Rinteln ein IM (Sebastian Plischki) keine Garantie für einen Spitzenplatz war und Hannover 96 nicht mitspielen durfte, weil sie ihre Mannschaft nicht bis Samstag gemeldet hatten.
Folge drei ist nächsten Sonntag die Blitzeinzelmeisterschaft. Aktive Schachfreunde können sich bei Jörg melden. Auch hier ist die Anmeldung bereits am Samstag erforderlich.